AMIS - Zugang


Innovation in der Hüft - Endoprothetik: Der AMIS - Zugang

Der sog. AMIS-Zugang (Anterior Minimally Invasive Surgery) ermöglicht eine weniger traumatische Hüftoperation. Bei dieser Operationstechnik  müssen keine Muskeln oder Sehnen durchtrennt werden.

Was ist Coxarthrose?
Das Hüftgelenk besteht aus dem Hüftkopf (1) und der Hüftgelenkpfanne (2) des Beckenknochens. Die Kontaktfläche ist mit einem weichen Knorpelgewebe (3) überzogen. Die Hauptursache für Hüftgelenkprobleme ist eine Abnutzung dieses Knorpelgewebes (4), die sogenannte Coxarthrose, als Folge davon  reibt Knochen auf Knochen. Diese Abnutzung verursacht Schmerzen.
Mit dem Verlauf der Krankheit kann es sein, dass konservative Methoden nicht mehr ausreichen, die Beschwerden und Funktionseinschränkungen zu lindern und die Notwendigkeit bestehen, das Hüftgelenk zu ersetzen.

Abbildung 1: Röntgenbild einer gesunden Hüfte


Abbildung 2: Röntgenbild einer fortgeschrittenen Coxarthrose mit Aufbrauch des Gelenkknorpels

 

Dem Arzt stehen verschiedene Wege zum Hüftgelenk zur Verfügung, die sogenannten “Operationszugänge”. Es gibt eine Vielzahl von Zugängen, welche als minimal-invasiv angepriesen werden (posteriorer, lateraler oder Zwei-Schnitt-Zugang), jedoch nur den Vorteil eines kürzeren Hautschnittes haben. Wie bei den herkömmlichen Operationstechniken werden bei diesen minimalinvasiven Zugängen Muskeln bzw. Sehnen durchtrennt.

AMIS zeichnet sich durch einen reduzierten Hautschnitt und durch die Erhaltung der Muskeln und Sehnen aus, welche auf dem Weg zum Hüftgelenk liegen.

 

Abbildung 3: Der AMIS Zugang


Bei einem totalen Hüftgelenkersatz wird der beschädigte Knochen und Knorpel des Gelenkes gegen hochwertige Kunststoff- oder Keramik und Metallkomponenten ausgetauscht.
Das künstliche Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk, welches aus einem Schaft, einem Kugelkopf sowie einer Hüftpfanne besteht. Der Hüftschaft wird in der Regel aus einer Metalllegierung (Titan, Kobalt-Chrom) hergestellt, welche eine hohe Biokompatibilität
garantiert. Der Kopf besteht aus Keramik oder Metall. Die Pfanne besteht aus einem oder zwei Komponenten: zementierte Pfanne aus hochwertigem Kunststoff (eine Komponente) oder zementfreie Pfanne, bestehend aus einer metallischen Aussenschale und einem Kunststoff- bzw. Keramikeinsatz

 

 



1.    Die AMIS-Technik ist im Vergleich zu herkömmlichen Operationstechniken weniger traumatisch, da Muskeln und Sehnen nicht durchtrennt werden müssen
2.    Die Genesung nach der Hüftoperation ist in der Regel wesentlich schneller
3.    Weniger Schmerzen nach der Operation.
4.    Schnellere Rehabilitation.
5.    Kürzerer Aufenthalt im Krankenhaus
6.    Kleinere Narbe
7.    Schnellere Rückkehr zu täglichen Aktivitäten
8.    Die Erhaltung der Muskeln und Gefäßen reduziert den Blutverlust.
9.    Vermindertes Luxationsrisiko

 


Ausrüstung für den AMIS Zugang

 

Im OP Saal:

 

 

Beispielaufnahme eines Patienten vier Tage nach Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenkes in AMIS Technik. Können Sie herausfinden, welche Seite operiert wurde? Es ist leider nur ein Handy-Video und - wichtig - nicht jeder Patient kommt so schnell wieder auf die Beine.

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